2. Fachtag 2015 - Bildung in Bewegung

2. Fachtag „Bildung in Bewegung

 

Termin:                                             Samstag, 12.09.2015

Teilnehmer:                                      Mitarbeiter /-innen von Kindertagesstätten
Veranstaltungsort:                           Kreisvolkshochschule Bautzen - Regionalstelle Kamenz
                                                         Macherstraße 144a, 01917 Kamenz 
Kosten:                                             65,- € pro Person (60,- € für Teilnehmer aus einem integrativen Facharbeitskreis)
Inhaltlicher Schwerpunkt:               Workshops aus der Praxis für die Praxis zur Thematik
                       „Aktivität und Partizipation von Kindern im Kontext der Kindergruppe“
 
Ablaufplan:                                        09:00 Uhr - 09:30 Uhr Ankunft und Anmeldung
                                                         (alle Teilnehmer erhalten  die Veranstaltungsunterlagen)
09:30 Uhr - 12:00 Uhr 1. Workshop
12:00 Uhr - 13:00 Uhr Mittagspause
13:00 Uhr - 15:30 Uhr 2. Workshop
 
 
 

Referenten aus der Praxis werden 12 verschiedene Workshops (Dauer je 2,5 h) moderieren.

Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit an zwei verschiedenen Workshops teilzunehmen.
 
Workshop 1 „Musik gestalten mit kleinen Leuten – aus der Praxis für die Praxis“
(Ernst Gert Zuckerriedel, Diplommusiklehrer, Musiker, Erfinder musikpädagogischer Lehrmittel)
 
Musik bewegt alle Menschen. Mit einfachen Mitteln kann man ganz viele Kompetenzen fördern. Beim Gestalten von Liedern, Musikstücken und dem gesprochenem Wort mit der Stimme, dem Körper, mit Alltagsgegenständen, Naturmaterialien und Orffinstrumenten erhalten die Teilnehmer praktikable Anregungen für die Praxis in der Kita.
Alle Teilnehmer erhalten Material sowie Tonaufnahmen der erarbeiteten Inhalte. Deshalb bitte einen Stick mitbringen.
 
Workshop 2 „Experimentieren quer Beet!“
(Anika Hohmann, M.A. – MINT-Dozentin, Medienpädagogin, Projektkoordinatorin mepaed LEIPZIG)
 
Nach einem ersten Einführungsexperiment starten wir gleich voll durch und erkunden verschiedene Phänomene aus den Bereichen Astronomie, Akustik, Sprudelgas und Wasser (in Natur und Technik). Neben Sprudelgasraketen gehören ein magischer Brei, Klangräume, Lavalampen, Sternengucker und vieles mehr zu den Experimenten, die wir zusammen umsetzen wollen. Es wird gemixt, umgefüllt, ausgeschnitten, nachgefühlt, reingehört und zusammen diskutiert, welches Experiment für welches Alter am besten geeignet ist. Dabei werden die drei Forschungszugänge‚ freies und angeleitetes Entdecken, sowie Vorführexperimente erprobt. Spielpädagogische Methoden, die z.B. das Prinzip der Anziehung der Teilchen verdeutlichen, ergänzen das praktische Experimentieren und geben weitere Impulse zur Umsetzung naturwissenschaftlicher Phänomene in der KITA.
 
Workshop 3 „Kindeswohlgefährdung - Handlungsstrategien für Erzieher“
(Katrin Nestler, Dipl. Sozialpädagogin (BA), Staatl. anerk. Sozialarbeiter, päd. Leiterin bei Privaten Erziehungsdienst)
 
Welche Hilfeformen für Familien gibt es und was steckt hinter den einzelnen Formen?
Wie komme ich meinem Beratungsauftrag und dem Schutzauftrag gleichermaßen nach?
Wie sichere ich mein Handeln ab?
 
Workshop 4 „Dialogisches Lesen im Kita-Alltag“
(Maike Beier, Literaturpädagogik, Sprachbildung, Sprachförderung, Literaturpädagogin, Dipl.-Buchhandelswirtin &
Multiplikatorin im DJI-Projekt „Sprachliche Bildung und Förderung für Kinder unter Drei“)
 
Sprachbildung ist eine wichtige Querschnittsaufgabe des pädagogischen Alltags. Wie aber kann Sprache spielerisch gefördert werden? Eine Antwort liefert das Konzept des dialogischen Lesens, welches eine bestimmte Art der Kommunikation zwischen Erwachsenem und einem oder mehreren Kindern über ein Buch bezeichnet.
Im Workshop beschäftigen wir uns intensiv mit dieser interaktiven und partizipativen Methode der Literacyerziehung &  Sprachförderung. Ziel des Workshops ist es, die Dialoghaltung pädagogischer Fachkräfte zu stärken und anhand von Übungen das Konzept des dialogischen Lesens zu beleuchten, auszuprobieren und zu diskutieren
(Ziele: die TN können die Methode Dialogisches Lesen anwenden; wissen, wie Situationen sprachlich gestaltet werden können; erkennen und nutzen verbale und nonverbale Dialogimpulse; können Modellierungstechniken anwenden und kennen sich mit Fragetechniken aus)
 
Workshop 5 „Der Übergang in die Schule – vor allem für Kinder mit Förderbedarf“                                                          
(Marina Rötzer-Nelles, Schulreferentin an der SBAD, ausgebildet für MS/ jetzt Oberschulen und Gymnasien sowie Hörgeschädigtenpädagogin mit Erfahrungen in Lernbehinderung/ Sprache/geistiger Behinderung und Integration)
 
- allgemeine Aussagen zum Bildungssystem, die entsprechenden Anforderungen, Vernetzungen
- Förderschularten, Förderschwerpunkte, Integrationen, Teilleistungsschwächen, Nachteilsausgleich
- Schullaufbahnen
Im Workshop ist es möglich, Einzelfallsituationen zu beleuchten, zu diskutieren und die richtigen Wege kind- und kompetenzorientiert zu besprechen. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, im Vorfeld, Fragen einzureichen.
 
Workshop 6 „Motorische und Sensorische Voraussetzungen zum Sprach- und Sprecherwerb sowie deren Förderung“           
(Karla Stolze, Krippenerzieherin, Logopädin, Therapeutin für SI-Mototherapie)
 
Konzept der Sensorisch-integrativen Motodiagnostik und -therapie nach Frau Gudrun Kesper
Wahrnehmungsentwicklung, deren Auffälligkeiten und Rückschlüsse auf die Defizite
Frühkindliche Bewegungsmuster - Auswirkungen und Folgen der Restsymptomatik
Praxis: Wie reagiere ich bei Auffälligkeiten? Welche Übung fördert was?
Selbsterfahrung, Übungen zur Wahrnehmung, Symmetrie, Koordination und Stabilität
 
Workshop 7  „Ausdrucksformen kindlicher Sexualentwicklung und sexuelle Bildung in der Kita
(Ralf Pampel, Dipl.-Sozialpädagoge, freier Sexualpädagoge, Masterstudent Angewandte Sexualwissenschaft HS Merseburg)
 
Das Erkunden und Entdecken des eigenen und anderer Körper, Doktorspiele, neugierige Fragen und sinnlich-körperliche Spiele von Kindern gehören zum Alltag in Kindertagesstätten. Wie in allen anderen Bereichen wollen sie verstehen, nachvollziehen, begreifen, lernen. Doch nach wie vor ruft kindliches Sexualverhalten noch große Unsicherheiten bei uns Erwachsenen hervor. Es bestehen viele Unklarheiten darüber, was unter kindlicher Sexualität eigentlich zu verstehen ist. Was gehört zur gesunden kindlichen Entwicklung, wann werden Grenzen verletzt, was sollen/dürfen Kinder wissen?
Im Workshop erarbeiten wir die psychosexuellen Entwicklungsschritte von Kindern im Alter von 0 - 6 Jahren und gehen dabei auf die grundsätzlichen Unterschiede von kindlicher und Erwachsenensexualität ein. Dabei werden viele Fragen beantwortet, die sich im Umgang mit Situationen in der Kita und den Eltern ergeben, sowie Grundlagen für eine selbstsichere und reflektierte Herangehensweise an die Thematik geschaffen.
 
Workshop 8 „Von Anfang an im Gleichgewicht“ ein Bewegungsprogramm für die Kita mit dem Zwerg Willibald und seinen Freunden
(Ute Kamprad, Erzieherin, Motopädin, Dozentin für Gleichgewichtsprogramme nach D. Beigel)   ->   leider alle Plätze belegt
 
Im Kita-Alltag steigt die Zahl der Kinder mit Wahrnehmungs- und Bewegungsschwierigkeiten stetig an.
Auswirkungen zeigen sich sowohl in der unreifen motorischen Kompetenz, als auch in Lern- und Verhaltensschwierigkeiten.
Die Förderung des Gleichgewichts, der motorischen, sensorischen und emotionalen Entwicklung der Kinder gelingt in spielerischer Leichtigkeit mit dem von Dorothea Beigel und Professor Grönemeyer entwickelten Bewegungsprogramms „Von Anfang an im Gleichgewicht“.
Gemeinsam mit den Tieren: Schnecke, Floh, Käfer, Uhu, Hase und dem Zwerg Willibald werden Übungen erarbeitet, die der kognitiven Förderung dienen, lernvorbereitend und lernunterstützend sind. (Durch diese kindgerechten Übungen der Tiere wird die Teilhabe aller Kinder entsprechend ihres Entwicklungsstandes gewährt.)
Gleichzeitig erfahren Sie theoretische Hintergründe  der Zusammenhänge zwischen Gleichgewicht und Sinnesverarbeitung.
 
Workshop 10 „Kinder alltagsbegleitend an kreativen Bildungsprozessen aktiv teilhaben lassen“
(Doreen Stange- staatl. anerkannte Erzieherin, Heilpädagogische Zusatzqualifikation)
 
Was ist Kreativität?
Bin ich kreativ?
In welchen Lebensbereichen spielt Kreativität eine Rolle?
Wie begleite ich Kinder in kreativen Bildungsprozessen?
Was heißt aktive Teilhabe unter dem Fokus Kreativität?
Welche praktischen Möglichkeiten gibt es zur Förderung der Kreativität in der Kita?
 
Workshop 11 „Trickfilmwerkstatt und Fotorallye mit Kindern“
(Peg Koedel - Geschäftsführerin und Projektleiterin der medienfux gGmbH, Sprecherin des Netzwerk Medienbildung Dresden)
 
Jede der Stationen ist mit vielfältigen Materialien bestückt. Alle Teilnehmer haben die Zeit zum Ausprobieren und "Selbermachen".
Die letzte Stunde werden die Ergebnisse präsentiert und gemeinsam besprochen. Dazu gibt es noch Tipps und Trick für die Praxis.
 
Workshop 12 „Das Spannungsverhältnis zwischen Pflichten und Rechten eines Erziehers - Ein Tanz auf dem Drahtseil?"
(Elisabeth Tenner,  Rechtsanwältin Schwerpunkt Gesundheits- und Sozialwesen; Niederlassungsleiterin des Standortes in Dresden der überörtlichen Sozietät WRD)
 
Grenzen erkennen, wahren, aber auch richtig ausschöpfen. In der täglichen Praxis eines Erziehers stellen sich immer wieder rechtliche Fragen ein, welche die pädagogischen Aufgaben und damit den allgegenwärtigen Kitaalltag bestimmen. Neben zivilrechtlichen und strafrechtlichen dürfen auch die arbeitsrechtlichen Komponenten nicht unberücksichtigt bleiben. Um in diesem komplexen und oftmals ineinandergreifenden Verhältnis für mehr Rechtsklarheit zu sorgen, werden typische Fragen aus der Praxis aufgegriffen und  im Workshop gemeinsam "durchgespielt".  
Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, im Vorfeld, Fragen einzureichen.

 

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